Im Heidi Land

Die Tage ging Ich für ein paar Tage mit einer Freundin zum Snowkiten, nun ja, der Wind hat uns im Stich gelassen, daher waren wir „nur“ Snowboarden im Engadin am Diavolezza. Mit meinem Bus ging es erst nach Zürich um von dort am nächsten Tag Richtung Engadin zum Silvaplana See aufzubrechen.

Ich war gespannt wie mein Bus die Tour verkraften wird, der jüngste ist er nun auch nicht mehr. Bis Zürich hatte Ich mir da eh erstmals keine großen Gedanken zu gemacht, die Strecke bis auf einige Hügel ist doch recht flach. Daher würde es am anderen Tag dann schon spannender als es auf die erste Passstraße ging. Mit Steigungen von bis zu 13% hat man zu rechnen und die 112 PS braucht man dann auch zwischenzeitlich um zwei Personen samt Equipment den Berg hoch zubringen. So lang mein Augenmerk oft auf der Öl-Temperatur Anzeige, es gab aber keine Probleme die auftraten. Auch wenn die Geschwindigkeit oftmals die 40km/h nicht überschreiten konnten. Cruisen war angesagt …

Nach zig Tunneln und Kurven über den Julierpass (2284m) kamen wir dann bei strahlendem Sonnenschein am Silvaplana See (1815m) an. Man konnte aber schon vom weiten gut erkennen das der See einen Graustich hatte – zum begehen nicht mehr gerade sicher. Ans Snowkiten war hier nicht mehr zu denken. Dennoch machten wir eine kleine Rast und versorgten uns mit Brötchen aus dem Supermarkt und dem leckeren Bündner Rohschinken. Zwecks Campingplatz fragten wir auch direkt in der Touristen Info wo wir wenn ggf. die Nacht verbringen konnten, da Camping im gesamten Gebiet untersagt wurde. Da die Saison eigentlich schon zu ende gewesen ist waren entsprechend nicht mehr alle Campingplätze offen oder eben im „Winter“ nicht offen. So führen wir gemütlich weiter – vorbei an St. Moritz Richtung Berninapass.

Entlang der Strecke waren einige Skilifte im betrieb, so das wir einen groben Überblick bekamen wo wir auf jeden Fall Snowboarden könnten. Für mich selbst der Snowboarden bis jetzt nur aus der Ski Halle in Neuss kannte war das ganze dann doch sehr neu – entsprechend wollte Ich auf jeden Fall eine einfache Piste für den nächsten Tag finden. Doch galt es um 16 Uhr zuerst einen Campingplatz zu finden, da es entlang der Straße nur diesen einen zu geben schien nahmen wir diesen auch direkt mal unter die Lupe. Der Platz ist direkt an einem kleinen Wildbach gelegen in dem das Wasser rauschte, sehr romantisch das ganze… Die Sonne schien weiter ins Tal, so das wir einen kleinen Schnee-Spaziergang zum erkunden unternahmen – bis die Sonne hinter den Bergen verschwand und es schnell empfindlich kühl wurde.

An diesem Abend war Ich sehr froh eine Standheizung zu besitzen, zumal meine Weibliche Begleitung recht schnell fror. Schöne Frauen soll man nicht frieren lassen heißt es …
An diesem Abend hatte Ich dann auch mein erstes Käsefondue und das auch noch im Bus in super Atmosphäre … es war lecker … dazu ein leckerer Rotwein wenn auch aus Plastikbechern.

Leider habe Ich von Zuhause eine Erkältung mitgebracht, ich war also nicht ganz so fit. Dennoch ging es am nächsten morgen dann zum Diavolezza wo wir uns Tagestickets (61 SFR) lösten. Die Sonne schien und Ich dachte mir voller Unwissenheit das es sicher kalt auf knapp 3000m werden würde. Leider hatte Ich mich da grundlegend getäuscht. Also betraten wir die Gondel Richtung Gipfel und mir ging die Frage durch den Kopf was Ich denn da gerade tue, immerhin war die letzte Snowboard Action in der Skihalle gewesen und auch noch ca. ein Jahr her. Oben angekommen nahmen wir dann die mittlere (Rote) Piste da es keine Blauen gab. Also sind wir beide erstmals recht vorsichtig die ersten Meter gefahren, meine Begleitung hatte aber schon deutlich mehr Snowboard Erfahrung wie meine Wenigkeit und fuhr entsprechend voraus. Erstmal nichts riskieren dachte Ich mir …

Die erste Abfahrt verlief gut, nur das Ich unten angekommen klitschnass geschwitzt war – gut ich war gesundheitlich etwas angeschlagen. Dennoch zog ich erst mal die Hälfte von dem aus was Ich an hatte. Nach kurzer Rast ging es wieder auf den Berg. So lernt man doch recht schnell dazu wie Ich fand, das Ich Wakeboarden und Kiten kann hilft einem schon dabei schnell rein zukommen- auch wenn man sich noch etwas unsicher fühlt anfangs. Es gab Passagen am Berg die doch recht steil waren wo dann nur das langsame, diagonale herunterfahren für mich möglich waren. Ich hatte dennoch meinen Spaß und übte bereits auf der dritten abfahrt meine ersten schwünge den Berg runter. Immer mal wieder gepaart mit einer Bauchlandung 🙂

Wir hatten vorher schon nach Plätzen zum Snowkiten Ausschau gehalten, hatten auch was entdeckt, nur fehlte der Wind und es sah so aus als ob dort ebenfalls ein See lag, es gab einige graue Stellen die darauf hindeuteten. So stapften wir am morgen durch den Knietiefen Schnee und versuchten uns ein Bild zu machen. Hier trafen wir dann auch auf eine Gruppe die Snowkiten wollte, leider kannten Sie das Gebiet auch nicht, doch letztendlich gab uns ein Einheimischer einige Tipps. Der Wind war viel versprechend doch zögerten wir weiterhin da uns ein Pärchen erklärte, das Sie am Vortag dort ins Eis eingebrochen waren. Wir fassten so den Entschluss das die Saison ja dann doch mehr oder weniger vorüber sei und gingen wieder auf den Diavolezza.

Das schöne an Sportarten ist das man Sie oftmals über „Nacht erlernt“, so ging es am zweiten Tag doch schon deutlich besser den Hang herunter. Meine nette Begleitung einzuholen war dennoch Utopie für mich … Der Tag verging wie im Flug, die Sonne lachte und wir hatten eine menge Spaß. Am dritten Tag schauten wir und die Schneeverhältnisse an, und wussten das dieser Tag eher ungeeignet schien, es ist ab Mittags schon recht warm, und der Schnee nicht mehr wirklich schön – zu allem übel hatte meine Begleitung auch etwas mit der Gesundheit zu kämpfen. Dennoch hielten wir am Diavolezza, aber hier erwies sich das die Abfahrt gesperrt war – aus Lawinengefahr. Also setzten wir uns ins Auto fuhren den Bernina Pass weiter rauf, es war Samstag und der Wind nahm zu – von weitem sahen wir dann auch zum ersten mal einige Snowkiter. Mein Eindruck war allerdings das die Windverhältnisse recht schwierig waren. Einen Kaffe und ein Sonnenbad später ging es dann langsam Richtung Zürich zurück. Am Silvaplana See machten wir dann noch länger halt um den Kiteshop zu inspizieren – zumindest habe Ich wieder Ersatz Depowerleinen für meine North Bar.

Gegen Abend erreichten wir Zürich, diesmal habe Ich gekocht, und es gab etwas Typisches für den Ruhrpott wie Ich finde – Zigeunerschnitzel 😉 Leider sind die Geschäfte am Samstagabend in der nähe von Zürich nicht so lange geöffnet wir Ich es von hier kenne. So gab es keinen richtigen „Pusta Salat“ aufzutreiben und der „Hella Gewürzketchup“ war ebenfalls nicht aufzutreiben – improvisieren war also angesagt. Ich habe es halbwegs hin bekommen aus dem was wir im Laden an der Autobahn einkaufen konnten eine Zigeuner-Soße zu kreieren. Nun, ihr hat es geschmeckt 🙂

Am Sonntag nach den Frühstück ging es entspannt zurück …

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